Von der Punktewolke zum 3D-Modell

Vonn der Punktewolke zum 3D-Modell

Planung von baulichen Änderungen an historisch gewachsenen Großanlagen. Der 3D-Laserscanner - das Hilfsmittel zur dreidimensionalen Abbildung des Istzustands.

Doch wie arbeitet man dann weiter? Wie können Punktwolken verwendet werden, um Änderungen an der Anlage zu planen und umzusetzen?

Bei unserem Beispiel sollten drei Schüttgutbehälter, sogenannte Doseure, auf der
Anlage versetzt und ein langes Förderband hinzugefügt werden, das das Schüttgut
in den oberen Teil des Mischerturms befördert. Im Mischerturm selbst sollte von
uns ein neuer Pufferbehälter mit Zuführschacht konstruiert werden.

Da von der bestehenden Anlage kein vollständiger Zeichnungssatz vorlag, modellierten wir die wichtigen räumlichen Gegebenheiten, den Innenaufbau des Mischerturms, die Position des Kamins, an dem das Förderband vorbeigehen sollte, und die Doseure, in unserem CAD-Programm nach.

Die Informationen zu den Abmaßen der Komponenten erhielten wir aus den Punktewolken der 3D-Laserscans.

Hierzu mussten wir nur mit Hilfe eines Zusatzprogramms durch die virtuelle Anlage
navigieren und per Mausklick die Abstände zwischen zwei markanten Punkten, z.B.
Wandflächen oder Trägerkanten, messen.

Der im CAD-Programm nachgebildete Istzustand der Anlage war dann die Basis der
weiteren baulichen Änderungskonstruktion. Neben der Erstellung der exakten Fertigungszeichnungen der neuen Bauteile konnten auch Nacharbeiten am Bestand, z.B. Trenn- und Schweißarbeiten, und die Montageabfolge geplant werden. Dies war kein Problem, da wir die realen Gegebenheiten an der Baustelle eins zu eins in der Punktewolke vorliegen hatten.

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